Warum hängt der Weihnachtsbaum verkehrt herum?
Vor langer Zeit hatten die Menschen in unserem Land noch kein Weihnachtsfest. Damals feierten sie die Wintersonnenwende und holten sich grüne Zweige oder Bäume ins Haus. Tannen und Fichten waren Zeichen des Lebens. Sie sollten die Wintergeister vertreiben, versprachen aber auch Schutz und eine gute Ernte.
Mit den frühen Christen änderten sich die Bräuche, aber der Tannenbaum blieb. Allerdings wurde er verkehrt herum aufgehängt und symbolisierte nun die zentrale Lehre des Christentums – die Dreifaltigkeit von Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Umgedrehte Weihnachtsbäume verbreiteten sich ab dem 7. Jahrhundert schnell in Deutschland und wurden in ganz Europa beliebt. Bald wurden sie mit Äpfeln, Nüssen, Keksen, glänzendem Papier, Bändern und anderen Gegenständen geschmückt. Die Tradition der Kopfüber-Tanne hielt bis weit ins 19. Jahrhundert. Schon allein deshalb, weil für eine andere Methode oft kein Platz war.
Inzwischen hat sich das Weihnachtsfest sehr verändert. Die Traditionen früherer Jahrhunderte sind Geschichte. Heute stehen Geschenke im Mittelpunkt – und deren Verpackung.